Sporteln


Sodele, da sind wir dann jetzt also in Sonthofen im Allgäu. Ist ja eher beschaulich hier am Samstag nachmittag… Angekommen sind Martin (Arbeitskollege und Teamkamerad) und ich so gegen halb zwei heute nachmittag.

Teilnehmerausweis Taschenpacken in Sonthofen auf dem Parkplatz Schnell noch Reifen wechselnNach der Akkreditierung haben wir erst mal noch unserem Teamnamen in www.tobanik.de geändert (das hatten wir zwar schon vorab per Mail gemacht, hat aber wohl nicht geklappt), uns Massagen reserviert und sind dann zur Jägerkaserne gefahren, wo wir heute übernachten werden. In einer Kaserne… Wozu war ich eigentlich Zivi? Matratzenlager in Sonthofen

Naja, jetzt haben wir gerade die erste Pasta gegessen, gleich gibt es die Infos über den Ablauf und morgen um 10 geht es los! Bin ja schon ein wenig nervös. Mein Schnupfen ist auch nur zu 95% weg, aber immerhin soll das Wetter besser werden :-)

Also, die Erkältung ist so ziemlich ausgestanden. Die Nase läuft nur noch minimal, der Husten ist auch fast ganz weg, krank fühlen tu ich mich schon seit Tagen nicht mehr. Heute will ich zum ersten Mal seit der Erkältung mal aufs Radel. Einfach mal 20km abstrampeln und sehen, wie sch das anfühlt.

Klar ist, dass es mit der überstandenen Erkältung und dem deswegen ausgefallenen Training nicht einfacher werden wird. Mift, blöder :-(

Egal, de Tasche ist gepackt (fehlen nur noch Kleinigkeiten), die Schutzbleche sind am Radel dran und… Schutzbleche? Am Rennrad? Ist ja eigentlich ein totaler Stilbruch, aber die Wettervorhersage ist echt nur als unterdurchschnittlich gut zu bezeichnen:

Naja, wegen der mal wieder völlig unzureichenden Vorbereitung und den sonstigen widrigen Umständen bin ich echt nervös. Mal sehen, wie ich mich durch die Woche mogeln werde. Daumen drücken, bitte!

Aaaargh! Das darf doch nicht wahr sein – seit gestern habe ich eine Erkältung. Und beim Arzt war die Sprechstunde heute so voll, dass ich morgen nochmal hin muß. Hoffentlich ist das bis kommende Woche wieder weg. Nur das Schlußtraining dieses Wochenende fällt damit wohl einigermaßen flach :-(

Könnte Knochen k***en, wie der Scheuch sagen würde! Daumen drücken, daß das schnell wieder weg geht!

Ich kann ihn ja bald nicht mehr sehen. Heute war ich dreimal oben: Einmal von Oberursel aus, dann von Königstein und zum Schluss nochmal von Schmitten aus.

Was mir dieses Jahr massiv und unangenehm auffällt, sind die ganzen Idioten, die sich, ihr Mopped und andere in die Botanik befördern. Alleine bei den letzten paar Mal drei schwere Unfälle, heute mal wieder mit Hubschraubereinsatz… Ganz ehrlich (und ich bin selber ein paar Jahre Mopped gefahren): Das ist keine Rennstrecke. Fahrt doch wenigstens so, als würde Euch an Eurem Leben was liegen. Mir liegt zumindest an meinem und ich habe keinen Bock, von einem Gestörten abgeräumt zu werden, wenn ich mal wieder gemütlich mit dem Rennrad unterwegs bin.

Es sind auch mal wieder mehr Kreuze geworden. So aus dem Stehgreif fallen mir Oli (gab es vor zwei Jahren schon), Mario, Jan und Lui ein, wovon Jan das neueste Kreuz ist, dem Photo nach war der Bengel bestenfalls Mitte 20…

Wird das Zeit, dass der Feldberg am Wochenende und an Feiertagen für Moppeds gesperrt wird. So langsam wäre ich da echt für.

Ohgottogottogott! Nur noch 23 Tage! Und in den 23 Tagen muss ich neben dem Radel auch noch meine Form auf Vordermann bringen. Dazu sollen noch rund 700km gefahren werden… Das ist das mit dem Rad leichter: Kette und Ritzelpaket ist schon getauscht, die Schläuche und Mäntel liegen schon im Keller (die alten werden erst noch ein wenig runtergefahren) und das Lenkerband wird auch mal wieder neu gewickelt – das alte sieht schon arg schmuddelig aus…

Und irgendwie habe ich in der letzten Zeit hier wenig (nix) geschrieben. Dabei gab es zwei bemerkesnwerte Touren. Die eine war einfach schön, die andere lang:

Schön war es, von Zorneding nach Hallein zu radeln (das eine liegt bei München, das andere bei Salzburg). Natürlich auch nicht ganz auf dem kürzesten Weg.

Die andere Tour war meine erste 200er. Und damit sie das auch wird, musste ich am Ende extra noch ein paar km dranhängen, sonst wären es nur 196 geworden ;-) Frankfurt – Heiligkreuzsteinach, aber mit einem Umweg über Miltenberg, Buchen und Mudau. Alleine rund 9 Stunden auf dem Radel ist schon lang. War am Ende ‘ne reine Kopfsache, ging aber dann gar nicht so schlecht, nachdem ich in Mudau an der Tanke meine Energiereserven mit Cola und Corny wieder aufgefüllt hatte… Aber Pfingstmontag durch den östlichen Odenwald zu radeln ist auch eine recht spezielle Erfahrung – ganz schön tote Hose da!

Insgesamt bin ich jetzt bei ~1960km und ~20.000 Hm – das wird glaube ich ganz schön hart in drei Wochen. Ganz ehrlich.

…hieß es früher mal. Jetzt dann eben “Eschborn-Frankfurt City Loop 2009“. Ein bekloppter Name wie ich finde. Macht aber nix, man muß als Radfahrer ja nach gefühlten 1000 Dopingeschichten in den letzten Jahren dankbar sein, daß diese Veranstaltung mit dem Rahmenprogramm überhaupt noch existiert. Klar hat sich vieles geändert, neben dem Namen aber natürlich auch die Strecke. Jetzt heißt das Rennen nicht mehr nach dem Henninger Turm, es wird auch nicht mehr am selben vorbeigefahren. Was schon schade ist, weil es irgendwie was hatte. Naja.

Egal, ich hatte ich für die lange Strecke von 103km (inkl. Feldberg und einigen anderen Nettigkeiten) gemeldet, war aber die letzten Tage doch etwas ins Grübeln gekommen, als ich auf der Homepage des Rennens nachgelesen hatte, daß es eine gewisse Mindestgeschwindigkeit braucht, um nicht aus dem Rennen genommen zu werden (was bei den kürzeren Strecken nicht der Fall ist). Bis km28 in etwa einen 26er Schnitt, bis km 72 (nach dem Feldberg) ca. einen 24er Schnitt. Ob ich den schaffe oder nicht… Sicher war ich mir da nicht. Egal, die Chance zur Unmeldung auf eine kürzere Strecke habe ich gestern ungenutzt verstreichen lassen. Also mußte ich dann wohl heute ein wenig Gas geben. Der Plan sah so aus und teilte das Rennen in vier Phase ein:

  1. Bis km 28 (irgendwo in Oberursel): Vollgas. Schnitt bis dahin mind. 30.
  2. Bis km 50 (Feldberg): möglichst nicht einbrechen, max. 2 Stunden brauchen, Schnitt damit 25.
  3. Bis km 72: Vollgas, max 1 Stunde (sind zwar nur 22 km, hat aber ernsthafte Zwischenanstiege, ab Feldberg aber netto mehr bergab als berauf)
  4. Irgendwie ins Ziel kommen.

Die Ergbnisse sahen so aus:

  1. ~28,6km:  51:06, Schnitt ~34
  2. ~18,9km: 1:07:15, Schnitt ~17 (davon Feldberg in 47:54, deutlich langsamer als vor eine Woche, vor allem wenn man bedenkt, daß es ja nicht mal bis ganz nach oben gegangen ist, sondern noch rund 300 Meter bis aufs Plateau gefehlt haben – da bin ich aber auch nicht vorher schon ~36km Vollgas gefahren. Kann man also irgendwie gelten lassen)
  3. ~24,6km, 52:54, Schnitt ~28 (72km, 2:51:05, Schnitt 25)
  4. ~30,8, 1:05:17, Schnitt ~28 (zunächst war ich mal ganz happy, die Durchgangszeit hinbekommen zu haben, zum anderen  wollte ich jetzt sub4h schaffen)

Gesamt 103km, 3:56:17 (Fahrzeit netto: 3:55:05 – da war ne Pippi- und Wassernachfüllpause drin), 1224. von 1366 klassifizierten Männern. Also wie gehabt, irgendwo ziemlich weit hin, aber wurscht mein persönliches Ziel in allen Punkten erreicht:

  • Durchgangszeiten schaffen.
  • In Eppstein an dem 20%-Anstieg in der Friedrich-Ebert-Strasse nicht schieben müssen – ist schon komisch, wenn das Vorderrad anfängt, den Bodenkontakt zu verlieren, wenn man nicht ganz vorne auf dem Sattel sitzt..
  • Sub4h.

Bin also wirklich zufrieden. Außerdem habe ich auf den letzten 20km mehr Leute eingesammelt, als mich nochmal überholt haben ;-)

Nicht, daß ich ihn besonders mögen würde, den Feldberg. Wobei er eigentlich gar nicht so schlimm ist. Von Oberursel aus durchschnittlich steil, nett zu fahren und oben kann man sogar ein Wasser oder einen Snack kaufen. Was richtig stört, sind die Motorradfahrer. Leider gibt es da einige, die die öffentlichen Straßen rund ums Feldbgerplateau mit einer Rennstrecke verwechseln und auch so fahren. Kein Wunder, daß das Rote Kreuz im Sommer dort auch pro Woche einen Kradisten vom Asphalt kratzt oder aus der Stoßstange popelt. Würde ja sonst auch schlecht riechen dort oben… Also, obschon er ganz ok zu fahren ist, ist mir immer ein wenig unwohl, wenn ich da rauf oder runter fahre. man weiß halt nie, ob nicht hinter der nächsten Kurve irgendein Gestörter im Super-Moto-Modus unterwegs ist…

Wie auch immer, seit letztem Jahr war ich noch nicht so oft oben:

  • 21.12.: 01:02:28 (0°C, nass und neblig, in Winterklamotten)
  • 05.04.: 57:29 (15°C, trocken, oben ziemlich kühl, da lag noch Schnee, sau-anstrengend)

Und heute?

  • 24.04.: 47:00 (20°C, trocken, windig) – im Vergleich zu den schnellen Jungs ist das imer noch nix, aber hallo? Rund 10 1/2 Min. schneller als vor drei Wochen. Ich find ‘s cool ;-)

Musste ich doch mal gleich nachsehen, was ich 2007 so gebraucht habe: Das schnellste war im Juli 2007 nach der Transalp in 43:56, vor der Transalp war das schnellste so ~48 Min.

Bei uns in der Firma gibt es auch eine Radsportgruppe, die während der Sommerzeit jeden Dienstag abend eine gemeinsame Ausfahrt macht. Heute war ich zum ersten Mal dabei.

Und wohl auch zum letzten Mal.

Warum? Weil die Herren zum einen deutlich schneller fahren als ich (war ja auch noch nie wirklich schnell) und weil, als ich nach ca. 15km nicht mehr mitgekommen bin und hinten rausfiel, kein Aas mal eben kurz gefragt hätte, ob alles ok sei, ob man langsamer machen soll oder ob ich wenigstens alleine wieder heim finden würde. Und der Kollege, neben dem ich auf den ersten 15km gefahren bin, hat auf jeden Fall mitbekommen, dass sie mich verloren haben. Ziemlich assig, wie ich finde… :-(

Das ich dann hinterher leicht angesäuert war und mit Wut im Bauch die Runde insgesamt für meine Verhältnisse ziemlich flott zu Ende gebracht habe (~50km mit 30er Schnitt), tröstet  zwar etwas, aber insgesamt muss ich das nicht haben.

…daß ich den Service von Garmin echt gut finde? Nachdem vor zwei Jahren mein eTrex Vista Hc nicht mehr per USB mit dem Rechner kommunizieren wollte (Strom zog er noch)  und das durchaus auch daran gelegen haben könnte, daß sich das Teil bei Tempo 60+ (bergab, mit dem Rennrad) von der originalen Garmin-Radlenker-Halterung verabschiedete, hat mir Garmin den kaputten kostenlos ein neues Gerät (sogar ein HCx mit verbessertem Empfangschip, weil es den anderen nicht mehr gab) ausgetauscht.

Vor rund drei Wochen war ich mit dem Scheuch im Regen joggen, wobei der Regen nicht mal sonderlich kräftig war. Eh klar, sonst wär der Scheuch ja auch erst gar nicht vor die Tür ;-) Naja, wie auch immer, für meinen Forerunner war er zu kräftig, denn danach war Feuchtigkeit im Display. Und was macht Garmin Deutschland? Tauscht den 1,5 Jahre alten, in der Schweiz gekauften Forerunner kostenlos gegen ein Neugerät aus. Cool, oder?

Dafür ein dickes “Danke”!

Wir waren über Ostern bei der “buckligen Sippschaft” ;-) am Starnberger See, wo ich das Superwetter unbedingt ausnutzen musste. Am Samstag bin ich also erstmal von Iffeldorf über Bad Tölz Richtung Sylvensteinspeicher, der auch noch ziemlich zugefroren war. Kurz nach Tölz habe ich mir in irgendeinem Kaff Arzbach (und ganz ehrlich, kennt einer die Scheibenweltromane? “Blödes Kaff” muss so ähnlich sein…) noch ein Wasser gekauft und dabei 4 oberbayrische Bilderbuch-Hillbillies beim Bier getroffen – passt ja auch gut, so morgens um halb 12, gell?

Steinbock Am Steinbock Sylvensteinspeicher

Tirol

Danach ging es weiter nach Vorderriß, wo ich links ins Rißtal Richtung Eng abgebogen bin.  Nach ein paar km kam ich dann über die Grenze ins benachbarte Österreich bzw. genauer nach Tirol und dann wären es vielleicht nochmal 12 bis 15km bis zum Talende gewesen. So weit bin ich aber gar nicht gekommen…

Schnee überall

Da war dann bei ca. 1000 Hm Ende. Ehrlich, ich habe versucht, nach dem Photo noch ein bisserl weiterzufahren, aber nach zusätzlichen 300, 400 Metern war dann wirklich Schluss. Weiter wäre es nur auf Skiern gegangen. Die hatte ich nicht dabei, andere schon. Ist schon skurril, wenn man selbst in kurzer Klamottage radelt und andere 5 Meter daneben auf der gespurten Loipe langlaufen…

Also retour, in der Gaberlalm Brotzeit gemacht (Speckbrot und ein alkoholfreies Bier – dabei fast am Kren erstickt, so scharf war der) und dann über Wallgau, den Walchensee und Kochel zurück nach Hause. Am Ende standen fast 160 km auf der Uhr – was ich ganz ordentlich finde. Die Tour war superschön, gefunden habe ich sie bei gpsies.com: http://gpsies.com/map.do?fileId=xhmlwbimmfbltzaq.

Abendstimmung am Starnberger SeeSonntag habe ich mir dann eine etwas kürzere Tour zusammengestellt: Von Iffeldorf über Eurasburg nach Wolfratshausen und Riedhof nach Schäftlarn und von da über Dorfen (in dem Kaff hat es echt einen saufiesen Anstieg Richtung Höhenrein), Münsing und St. Heinrich wieder nach Iffeldorf. Waren dann auch nochmal gut 70km.

Und heute morgen war ich dann, eingedenk meines etwas empfindsames Hinterteiles, locker laufen: 13,1km in welligem Gelände in 1:34:35.

In Summe also 230km geradelt und 13 gelaufen – ich finde, das rechtfertigt durchaus die Überschrift dieses Posts, oder?

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