Mai 2007
Monthly Archive
Di 29 Mai 2007
Was muss ich eigentlich alles für die Transalp einpacken/mitnehmen?
- Velo (frisch inspiziert)
- Ersatz-Bremsbeläge
- 2 Trinkflachen
- 21 Powerbars & 21 Powergels (wahrscheinlich brauche ich sie nicht alle – sicher will ich sie nicht alle essen)
- 2 Ersatzschläuche, Flickzeug, Werkzeug, Luftpumpe
- 3 Radhosen (2 kurze, 1 dreiviertel), Beinlinge
- 4 Trikots, Armlinge
- Windjacke, Regenjacke
- Handschuhe: 2x kurzfingrig, 1 langfingrig
- Mehrere Paar Socken, Füsslinge, Mütze
- Helm
- Sonnenbrille
- Sonnencreme
- Waschtasche
- 3 Unterhosen, 1 Hose, 4 T-Shirts
- Schlafsack & LuMa
- Photoapparat
- Handy, Ladegerät, ital. SIM-Karte
- Garmin, Batterien
Mal sehen, da fällt mir bestimmt noch was ein, z. B. ein…
Wie gross ist die Tasche eigentlich, die man vor Ort bekommt? – heute (12.06.) kam eine Infomail vom Veranstalter: 90 x 40 x 40cm, und der Schlafsack und die Luma muss da mit rein?! Wie soll das denn gehen? Darf ich zwei Taschen haben? Ich zahl auch extra…
Ergänzung:
- Melkfett, gegen das Wundwerden (statt Vaseline – ist billiger und genauso gut)
- Bepanthen, wenn doch mal wund
- Voltaren
- Wärmesalbe
- Rei in der Tube
Sa 26 Mai 2007
Gepostet von Andibart in
Radeln ,
Sporteln[2] Kommentare
…dass ich nur zum Spass radle. Wenn ich keine Lust, mich aufs Rad zu setzen, dann lasse ich es eben. Wenn ich merke, dass ich irgendwo nicht mithalten kann, dann lasse ich es eben. Beweisen muss ich auf dem Velo nur mir was, und sonst niemanden. Und mein Geld verdiene ich auch nicht damit.
In den letzten Tagen haben einige Profis die Hosen runtergelassen und Doping eingestanden. Spannenderweise alles Sportler vom Team Telekom, ausgelöst durch das Buch von Jef d’Hont – vielleicht zahlen die anderen Teams ihre Pfleger besser, dass die nicht zur Feder greifen müssen, um die spärliche Rente aufzubessern. Ok, bei Bjarne Riis hat das Geständnis fast nicht überrascht, aber bei Sportlern wie Bölts, Aldag und Zabel bin ich als Radsport-Fan auch persönlich ein wenig enttäuscht. Ulle, dessen überfälliges Geständnis aus nachvollziehbaren Gründen aussteht, hat sich dafür durch sein blödes Rumgeeiere selber völlig disqualifiziert. Soll er doch lieber gar nichts sagen (was angesichts des laufenden Verfahrens ja ok wäre), als immer nur zu beteuern , dass er nie jemanden betrogen hat, was ihm ja eh keiner mehr abnimmt. Frei nach Dieter Nuhr: “Einfach mal die Fresse halten.”
Als Fan hofft man jetzt wenigstens, dass der eine oder andere Fahrer (Jens Voigt vielleicht?) sauber ist, mindestens aber, dass sich die Situation im Radsport ändert und heute besser ist, als in in den 90ern war, wie Riis auf seiner Pressekonferenz gesagt hat. Denn Eindruck, das hierfür notwendige Selbstverständnis zu entwickeln, macht das Peleton nun aber leider nicht unbedingt. Fakt ist nunmal, dass Doping zum Radsport gehört, seit es ihn gibt und dass jede neue Generation von Fahrern mit Doping als etwas normalem gross wird und dieses Selbstverständnis an nachfolgende, jüngere Sportler weitergibt. Ich kann schon verstehen, wenn Stimmen laut werden, die dem Radsport jedwede Vorbildfunktion absprechen. Wer will denn bitte heute sein Kind schon im Verein Rad fahren lassen, wenn das die Perspektive ist? Zumal auch im Hobbybereich wohl zum Teil systematisch gedopt wird. Schade, ist aber wohl so. Muss der Junior dann also kicken gehen oder noch besser Dart spielen (da sollte es nun wirklich keinen EPO-Missbrauch geben).
Interessieren würde mich aber mal, wie es mit dem Doping in anderen Sportarten aussieht – wer waren denn die Sportler, die auf der Fuentes-Liste standen und nicht Radfahrer sind? Warum hört man denn von denen nie etwas? Klar, der Radsport hat ein systematisches Problem, aber nur, weil man von Leichtathleten, Fussballern und Schwimmern nix hört, heisst das ja nun wirklich nicht, dass es in diesen Sportarten unbedingt besser wäre, oder?
Ich werde auch weiter die TdF und andere Radsport-Übertragungen gucken, so wie ich derzeit den Giro verfolge. Aber mal ehrlich, es macht schon weniger Spass als früher. Und wie gesagt, ich fahre Rad, weil und wenn ich Spass daran habe. Zum Glück reicht mir das.
Mo 21 Mai 2007
Gepostet von Andibart in
Radeln ,
Sporteln[2] Kommentare
Vor zwei Jahren bin ich mal in einer geführten Gruppe von Füssen an den Gardasee geradelt. So richtig komfortabel mit Übernachtung im 3-Sterne-Hotel und Gepäcktransport. Zugegeben: Wir hatten Pech mit Wetter. Ende August 2005 gab es ein mehrtägiges Unwetter im Alpenraum, in dem wir mitten drin streckten. Nachdem es sonntags schon angefangen hatte zu regnen, sind wir Montag früh im Regen los und sind über den Fernpass nach Imst gefahren.
Es hatte erst in der Nacht zu Dienstag aufgehört zu regnen, so dass die Strecke, die wir am Dienstag Richtung Reschenpass nach Nauders nehmen wollten, nicht passierbar war. Also haben unsere freundlichen Reiseveranstalter von bikealpin auf die Schnelle einen Bus mit Radhänger besorgt und uns nach Nauders fahren lassen, was der Startpunkt der dritten Etappe war. Insgesamt sind wir somit in 5 Etappen 334km und 4.160 Hm gefahren. Inklusive der fehlenden Etappe hätten es gut 400km und 4.800 Hm sein sollen, was also reicht, um über die Alpen gekommen. Keine Ahnung, wie von Bayern aus das Minimum ist, schätze so 300km durch Tirol und über den Brenner.
In den letzten vier Tagen hatte ich Ausgang und Zeit zum trainieren:
Donnerstag: von Frankfurt aus erst ein wenig Richtung Wetterau (Bad Vilbel und Friedberg), dann rein in den Taunus (Anspach, Schmitten, Sandplacken), 96,2k, 1.260 Hm. Lief irgendwie gar nicht, das Wetter war schlecht, aber nicht so schlecht, ich war zu warm angezogen und mein Rennvelo sieht mit Schutzblechen, auch wenn sie Raceblades heissen, einfach blöde aus, quasi wie ein 911er Porsche mit Anhängerkupplung…
Freitag: Tagsüber zunächst mit den Katzis zum Tierarzt und dann powershoppen gewesen und darum nur eine kleine Runde von uns rauf auf den Feldberg und wieder retour. Ab Kreisel Hohemark bis oben in 48 Minuten, was immerhin schneller ist als bisher. 54,9km, 1.041 Hm.
Samstag: Von Frankfurt Richtung Mainhausen, dann über Gross-Umstadt in den Odenwald rein, vorbei an Orten mit so schönen Namen wie Mümling-Grumbach und Etzen-Gesäß. Schöne Gegend, aber wenn man sieht, wie die Odenwälder Landfrau am Samstag morgen in Kittelschürze die Gasse kehrt, dann will man auch schnell wieder weg. 127,8 km, 1.530 Hm.
Sonntag: Ja, der Sonntag, der war schon was besonderes. Zum einen war ich besonders müde, als der Wecker besonders früh, nämlich um viertel vor sechs (jawoll, viertel vor sechs, 5:45, mitten in der Nacht, und das auf einem Sonntag) loslegte und zum anderen nicht so besonders motiviert (mir tat der Hintern weh, um es mal so zu sagen). Aber ich hatte Ausgang bekommen und die Auflage doch mal ‘ne große Runde zu fahren. Also bin ich nach Wenigumstadt, was in der Nähe von Groß- und Klein-Umstadt liegt, aber keinen Bindestrich mehr abbekommen hat, und habe mich vor Ort für die 25. Austragung der Bayrisch-Hessischen Grenzfahrt angemeldet. Wobei ich mitbekommen durfte, daß die Bayrisch-Hessische Grenzfahrt nächstes Jahr unter Umständen nur ein Hessische Grenzfahrt sein wird, weil die Bayern sich immer so anstellen mit ihren Genehmigungen für solche Veranstaltungen…
Na, auf jeden Fall bin ich um kurz vor acht losgeradelt und habe mir gedacht, dass ich halt mal schauen würde, welche Strecke ich denn wirklich fahre. Kann man sich ja unterwegs überlegen. Irgendwie kam die Entscheidung dann eher als gedacht, so nach knapp über 20km gab es die erste Streckenteilung, die beiden langen Strecken auf der einen, die beiden kurzen Strecken auf der anderen Seite. Ok, also mal die beiden langen gewählt. Ich wäre ja sonst viel zu früh zu Hause… Nach so weiteren 30 oder 40km gab es dann die nächste Streckenteilung in die 155er und die 110er Strecke. So schlecht lief es ja gar nicht, also fiel die Entscheidung auf die lange Runde, 155km sollten es also sein.
Und was war es? Mal wieder Beschiss am Kunden! Läppische 147k und gerade mal 1.650 Hm. Anyway, nach den drei Tagen vorher, wenig Schlaf, bei 28 Grad und Gegenwind auf den letzten 25km hatte ich dann auch genug… Und ausserdem war das die längste Strecke, die ich bisher am Stück geradelt bin.

Im Ziel gab es dann erstmal ganz gesund Pommes & Currywurst für kleines Geld, weil ich Kohldampf hatte und Powerbar und –gel am vierten Tag in Folge auch nicht mehr sooo spitze schmecken.
Grösstenteils, besonders auf der ersten Hälfte, eine superschöne Strecke, die ich mal wieder auf meiner Homepage abgelegt habe: Bayrisch-Hessische Grenzfahrt.
Hat die Woche also mehr als 420km auf dem Rad mit knapp 5.500 Hm. Und ausser ein wenig Muskelkater ist alles prima.
Di 15 Mai 2007
Beide könnten demnächst ehemalige Gewinner der Tour sein. Landis, klar. TdF 2006. Wahnsinnssolofahrt, aber den Dopingtests nach voll bis zur Halskrause. Den kennt man also. Aber wer ist Maurice Garin?
Garin war Sieger der Tour de France bei deren erster Austragung im Jahr 1903. Nachdem er 1904 zunächst auch als Gewinner gekürt wurde, hat man ihm den 1. Platz ein halbes Jahr später aberkannt, weil er abgekürzt hatte und zum Teil mit der Bahn gefahren war… Nachlesen kann man das unter anderem bei Les Woodland: Halbgötter in Gelb.
Sowas kann man wissen. Kann man, muss man aber nicht. Sonst dürfte man nicht bei n-tv.de in der Sportredaktion arbeiten, denn dort ist heute unter http://n-tv.de/802647.html folgendes zu lesen: “Landis wäre in der 104-jährigen Geschichte der Tour de France der erste Gewinner, dessen Titel nachträglich aberkannt würde.”

PS. Nachdem ich n-tv deswegen mal angemailt hatte, haben sie es innerhalb von 5 Minuten geändert – und sich per Mail bedankt. Bitte schön
Mo 14 Mai 2007
Gepostet von Andibart in
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…sagte einst unser Vermieter in der Toskana, als er uns eben dieses mittags während des Essens trinken sah. Wenig später brachte er uns dann auch zwei Flaschen Weisswein vorbei
Na, Recht hat er: Wasser, also in seiner mehr oder weniger reinen Form, ist auch mir ein eher suspektes Element. Schmeckt nach nix, riecht nach nix und Balken hat es auch keine. Aber wenn man so wie ich Triathlon als Sportart cool findet, dann kommt man ja um ein gewisses Mindestmass an Beschäftigung mit diesem Teufelszeug nicht herum. Leider. Heute abend war ich mal wieder alleine schwimmen, weil es zeitlich nicht zum Schwimmtraining bei den Free Radicals gepasst hätte. Und was soll ich sagen, es war phänomenal! 2k im Wasser, davon 2×500 Mtr. am Stück – gerade letzteres hatte ich noch nie. So langsam wird sogar das besser. Hätte ich ja nie gedacht.
Ansonsten beglückt uns diese Woche mit einem Feier- und einem Brückentag und hoffentlich dann auch mit gutem Wetter am Wochenende, dass ich diese Zeit dann auch auf dem Velo nutzen kann. Daumen drücken!
Ach ja, und auch wenn Petacchi heute gewonnen hat, dann auch nur, weil der Förster im Duell Milch (Milram) gegen Wasser (Gerolsteiner) eingeklemmt war und nicht, weil Milch so viel besser ist als Wasser
So 6 Mai 2007
Gepostet von Andibart in
Radeln ,
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Nachdem “Rund um den Henninger Turm” keine 74, sondern nur 72,7k lang war, musste ich einen ähnlichen Beschiss heute bei der STO-Hexenturm RTF des RSV Idstein feststellen. Die 111er Strecke war nur 106k lang! Wie soll man denn so auf seine Trainings-km kommen?
Gab nicht mal Geld retour! Dafür war die Beschilderung vorbildlich, der Verpflegungsstellen ordentlich bestückt und das Bier danach lecker.
Anyway, mal eine Woche mit mehr als 200k bei nur zwei Einheiten, einmal laufen und einmal schwimmen. Taugt schon.
Mi 2 Mai 2007
Gepostet von Andibart in
Radeln ,
Sporteln1 Kommentar
Bei der 46. Austragung des Henninger Turms hat gestern Patrik Sinkewitz mit der richtigen Mischung aus guter Taktik, guten Beinen und dem nötigen Quentchen Glück gewonnen. T-Mobile… naja, aber es sei ihm gegönnt.
Ich habe die im Rahmenprogramm des Henninger Rennens ausgetragene Velotour zur Gelegenheit genommen, mal ein bisserl Rennluft zu schnuppern. Weil ich mir die bergige 102k-Strecke wegen der Sperrung ab 11:40 bei km 61 nicht antun wollte, habe ich mich für die flache 74er Strecke entschieden. Mir ging es ja auch nur darum, überhaupt mal ein Radrennen zu bestreiten.
Gemeldet hatte ich mich sehr vorsichtig mit einer niedrigen Durchschnittsggeschwindigkeit von 25km/h. Wenn ich im Training alleine fahre, komme ja meistens so auf 26 bis 28km/h raus, je nach Streckenprofil. Also war die Überlegung, dass ich mich eher weiter hinten reinstelle, um nicht am Anfang den echt schnellen Jungs und Mädels im Wege zu stehen. Eingeteilt wurde ich dann für den letzten Startblock P, wo ich dann aber ganz vorne stand.
Nach dem Start stürmte die ganze Bande los, als ob es kein Morgen gäbe. Meine guten Vorsätze, es locker angehen zu lassen, haben dann auch nur ungefähr 0,2 Sekunden gehalten
Also hinterher! Es lief direkt gut los und auch die Steigung nach Hofheim und Eppstein rauf lief gut durch.
Problematisch fand ich, dass ich bis auf ein paar km vor Rödelheim keine Gruppe gefunden habe, die mein Tempo gefahren wäre. Da ich meistens alleine fahre, ist mir das fahren in der Gruppe halt nicht vertraut, sondern ich bin halt daran gewöhnt, alles alleine zu machen. Meistens bin ich von Gruppe zu Gruppe nach vorne gefahren, so dass ich mit meinen Kräften nicht so sonderlich haushalten konnte, was sich dann ab Hausen gerächt hat, a) wurden die Beine schwer, b) wurde ich hin und wieder von Gruppen, die D-Zug-artig an mir vorbeirauschten eingesammelt. Insbesondere die letzten paar km von Sachsenhausen retour zum MTZ waren nicht mehr einfach. Dafür aber ziemlich flach, so dass hier alle noch mal richtig hingehalten haben. Nunja, ich bin heile in 02:08:31 rein gekommen, deutlich flotter als vorher angegeben und als ich gedacht hätte (knapper 34er Schnitt). Was ich also noch üben muss, ist das finden und mitgehen in einer Gruppe.

Ausserdem bin ich ganz angenehm überrascht, dass ich zwar gestern abend schwere Beine hatte, heute aber (mal davon ab, dass ich zu früh aufstehen musste) wieder ganz fit bin. War eine prima Erfahrung und eine richtig flotte Trainingseinheit!
PS. Die Strecke war etwas kürzer als angegeben, nämlich nur 72,7km. GPX-Datei und Profil finden sich hier http://andibart.de/radtouren/generic.html?HenningerTurmVelotour2007_74k.gpx.