Juli 2009


Heute ist zwar schon Montag, aber irgendwie bin ich dem ganzen Trubel nicht dazu gekommen, eher zu schreiben…

Nachdem ich Freitag wegen meines Magens ja eine Zwangspause einlegen mußte und auch erst um halb neun abends in Kaltern angekommen bin, war ich dann am Samstag wenigstens ausgeruht. Gestartet sind aus dem hinteren Teil von Startblock D, bin zum Ende der Neutralisierung bei ca. km 32 hatte ich mich recht locker bis fast ganz hinter die die Startblocks trennenden Marschalls vorgearbeitet. So bin ich dann auch den ersten Berg des Tages mit immerhin rund 900 Hm recht gut hoch gekommen. Die Abfahrt durch Andalo und am Molvener See vorbei lief dann auch gut (deutlich weniger gegenwindig als vor zwei Jahren) und ab der zweiten Verpflegungsstelle sind Martin und ich dann auch wieder zusammengefahren.

Auf der letzten Etappe Der letzte Pass ;-) Die letzten paar Hundert Hm rauf auf den Passo del Ballino mit nur 750 Meter über NN sind zwar dann echt überflüssig aber weder steil noch lang, so daß ich dann auch gut noch den aufkommenden Hungerast ignoriern konnte, der sich so 2 oder 3 km vor der Passhöhe breit machen wollte.

Die Abfahrt nach Arco bin ich dann sehr bewußt gefahren, noch mal 600 Hm zum Genießen. Die Zeitmessung war dann am Ortseingang, das eigentliche Ziel im Zentrum von Arco. Da stand dann sogar Christine und hat noch ein, zwei Zielbilder gemacht.

Abends auf der Pastaparty gab es dann hoch die Tassen, man beglückwünscht sich, nimmt Glückwünsche entgegen und säuft sich die Hucke voll, was man halt so macht, wenn eine LKW-Ladung Genugtung über einem abgekippt wurde…

Pastaparty in Arco Finisher! Pastaparty im Regen

Kleines Fazit auf die Schnelle: mit einem echten Partner zu fahren ist was feines. Martin hatte auf der 3. Etappe einen schlechten Tag, wo ich ihn helfen konnte, er hat mich übers Stilfser Joch bzw. Den Foscagno gezogen. Spass hat es gemacht auch wenn es wg. der schlechteren Vorbereitung als vor zwei Jahren, der Erkältung vorab und der Magenprobleme wg. der ich dann Etappe Nr. 6 ausfallen lassen mußte, weniger easy war als gedacht…

Bilder und die eine oder andere Ergänzung kommen nach, im Moment sitze ich in Südtirol und lasse verdientermaßen (finde ich) den lieben Gott einen guten Mann sein ;-)

Morgens schon mit Kopfweh wach geworden, darauf dann zwei Aspirin und damit dann den Magen, der sowieso schon empfindlich war, komplett hingerichtet… Nach knapp 5km am ersten Anstieg einen Magenkrampf bekommen und das Rad abgestellt.

Somit dann 11 Stunden im Besenwagen gesessen…

Anyway, morgen geht es (auf zwei Rädern) weiter!

Ich bin zu platt, ausführlich zu schreiben. Wieder hat es den Stelvio runter geregnet, wieder auch den Foscagno rauf… Aber: dieses Mal drei Minuten vor Zielschluss in Livigno gewesen!

120km, 3440Hm in ca. 8:53.

Wenn mein Heck so aussieht, wie es sich anfühlt (was ich ja nicht sehen kann), dann käme ich derzeit nicht ohne ausgiebigen Geschlechtsverkehr aus einem Paviankäfig raus… Aua! Immerhin ist mein Wolf, den ich mir direkt am ersten Tag gefahren habe, nicht schlimmer geworden. Ist ja auch was wert.

Die heutige Etappe war die leichteste der diesjährigen JTT: 91km und 1.800 Hm – davon aber 1.300 direkt auf den ersten 24km: das Timmelsjoch. Fährt sich aber ganz ok, weil es meistens nicht sehr steil ist. Die Abfahrt runter war so lala, allerdings bin ich im ersten Drittel sehr vorsichtig gefahren, denn Serpentinen sind mir bergab immer etwas suspekt…

Unten im Tal war es dann abartig heiß, deutlich über 30 Grad, so dass der Weg nach Naturns nicht wirklich ein Zuckerschlecken war. Insbesondere der Anstieg zur zweiten Verpflegung in Dorf Tirol war extrem: zwar nur 100 Hm, die aber voll in der Sonne. Naja, war ein schöner Tag und nach 5:12h waren wir dann auch in Naturns.

Ach ja, die Nacht in der Pension in Sölden hat Martin echt was gebacht, er war heute wieder fit wie ein Turnschuh :-)

Morgen geht es nach Livigno, meine Hassetappe von 2007 (kalt, Regen und 2 Minuten nach Zielschluss reingekommen), mal sehen wie es läuft…