Bei der 46. Austragung des Henninger Turms hat gestern Patrik Sinkewitz mit der richtigen Mischung aus guter Taktik, guten Beinen und dem nötigen Quentchen Glück gewonnen. T-Mobile… naja, aber es sei ihm gegönnt.

Ich habe die im Rahmenprogramm des Henninger Rennens ausgetragene Velotour zur Gelegenheit genommen, mal ein bisserl Rennluft zu schnuppern. Weil ich mir die bergige 102k-Strecke wegen der Sperrung ab 11:40 bei km 61 nicht antun wollte, habe ich mich für die flache 74er Strecke entschieden. Mir ging es ja auch nur darum, überhaupt mal ein Radrennen zu bestreiten.

Gemeldet hatte ich mich sehr vorsichtig mit einer niedrigen Durchschnittsggeschwindigkeit von 25km/h. Wenn ich im Training alleine fahre, komme ja meistens so auf 26 bis 28km/h raus, je nach Streckenprofil. Also war die Überlegung, dass ich mich eher weiter hinten reinstelle, um nicht am Anfang den echt schnellen Jungs und Mädels im Wege zu stehen. Eingeteilt wurde ich dann für den letzten Startblock P, wo ich dann aber ganz vorne stand.

Nach dem Start stürmte die ganze Bande los, als ob es kein Morgen gäbe. Meine guten Vorsätze, es locker angehen zu lassen, haben dann auch nur ungefähr 0,2 Sekunden gehalten ;-) Also hinterher! Es lief direkt gut los und auch die Steigung nach Hofheim und Eppstein rauf lief gut durch.

Problematisch fand ich, dass ich bis auf ein paar km vor Rödelheim keine Gruppe gefunden habe, die mein Tempo gefahren wäre. Da ich meistens alleine fahre, ist mir das fahren in der Gruppe halt nicht vertraut, sondern ich bin halt daran gewöhnt, alles alleine zu machen. Meistens bin ich von Gruppe zu Gruppe nach vorne gefahren, so dass ich mit meinen Kräften nicht so sonderlich haushalten konnte, was sich dann ab Hausen gerächt hat, a) wurden die Beine schwer, b) wurde ich hin und wieder von Gruppen, die D-Zug-artig an mir vorbeirauschten eingesammelt. Insbesondere die letzten paar km von Sachsenhausen retour zum MTZ waren nicht mehr einfach. Dafür aber ziemlich flach, so dass hier alle noch mal richtig hingehalten haben. Nunja, ich bin heile in 02:08:31 rein gekommen, deutlich flotter als vorher angegeben und als ich gedacht hätte (knapper 34er Schnitt). Was ich also noch üben muss, ist das finden und mitgehen in einer Gruppe.

Henninger Turm 2007

Ausserdem bin ich ganz angenehm überrascht, dass ich zwar gestern abend schwere Beine hatte, heute aber (mal davon ab, dass ich zu früh aufstehen musste) wieder ganz fit bin. War eine prima Erfahrung und eine richtig flotte Trainingseinheit!

PS. Die Strecke war etwas kürzer als angegeben, nämlich nur 72,7km. GPX-Datei und Profil finden sich hier http://andibart.de/radtouren/generic.html?HenningerTurmVelotour2007_74k.gpx.