Mo 21 Mai 2007
Vor zwei Jahren bin ich mal in einer geführten Gruppe von Füssen an den Gardasee geradelt. So richtig komfortabel mit Übernachtung im 3-Sterne-Hotel und Gepäcktransport. Zugegeben: Wir hatten Pech mit Wetter. Ende August 2005 gab es ein mehrtägiges Unwetter im Alpenraum, in dem wir mitten drin streckten. Nachdem es sonntags schon angefangen hatte zu regnen, sind wir Montag früh im Regen los und sind über den Fernpass nach Imst gefahren.
Es hatte erst in der Nacht zu Dienstag aufgehört zu regnen, so dass die Strecke, die wir am Dienstag Richtung Reschenpass nach Nauders nehmen wollten, nicht passierbar war. Also haben unsere freundlichen Reiseveranstalter von bikealpin auf die Schnelle einen Bus mit Radhänger besorgt und uns nach Nauders fahren lassen, was der Startpunkt der dritten Etappe war. Insgesamt sind wir somit in 5 Etappen 334km und 4.160 Hm gefahren. Inklusive der fehlenden Etappe hätten es gut 400km und 4.800 Hm sein sollen, was also reicht, um über die Alpen gekommen. Keine Ahnung, wie von Bayern aus das Minimum ist, schätze so 300km durch Tirol und über den Brenner.
In den letzten vier Tagen hatte ich Ausgang und Zeit zum trainieren:
Donnerstag: von Frankfurt aus erst ein wenig Richtung Wetterau (Bad Vilbel und Friedberg), dann rein in den Taunus (Anspach, Schmitten, Sandplacken), 96,2k, 1.260 Hm. Lief irgendwie gar nicht, das Wetter war schlecht, aber nicht so schlecht, ich war zu warm angezogen und mein Rennvelo sieht mit Schutzblechen, auch wenn sie Raceblades heissen, einfach blöde aus, quasi wie ein 911er Porsche mit Anhängerkupplung…
Freitag: Tagsüber zunächst mit den Katzis zum Tierarzt und dann powershoppen gewesen und darum nur eine kleine Runde von uns rauf auf den Feldberg und wieder retour. Ab Kreisel Hohemark bis oben in 48 Minuten, was immerhin schneller ist als bisher. 54,9km, 1.041 Hm.
Samstag: Von Frankfurt Richtung Mainhausen, dann über Gross-Umstadt in den Odenwald rein, vorbei an Orten mit so schönen Namen wie Mümling-Grumbach und Etzen-Gesäß. Schöne Gegend, aber wenn man sieht, wie die Odenwälder Landfrau am Samstag morgen in Kittelschürze die Gasse kehrt, dann will man auch schnell wieder weg. 127,8 km, 1.530 Hm.
Sonntag: Ja, der Sonntag, der war schon was besonderes. Zum einen war ich besonders müde, als der Wecker besonders früh, nämlich um viertel vor sechs (jawoll, viertel vor sechs, 5:45, mitten in der Nacht, und das auf einem Sonntag) loslegte und zum anderen nicht so besonders motiviert (mir tat der Hintern weh, um es mal so zu sagen). Aber ich hatte Ausgang bekommen und die Auflage doch mal ‘ne große Runde zu fahren. Also bin ich nach Wenigumstadt, was in der Nähe von Groß- und Klein-Umstadt liegt, aber keinen Bindestrich mehr abbekommen hat, und habe mich vor Ort für die 25. Austragung der Bayrisch-Hessischen Grenzfahrt angemeldet. Wobei ich mitbekommen durfte, daß die Bayrisch-Hessische Grenzfahrt nächstes Jahr unter Umständen nur ein Hessische Grenzfahrt sein wird, weil die Bayern sich immer so anstellen mit ihren Genehmigungen für solche Veranstaltungen…
Na, auf jeden Fall bin ich um kurz vor acht losgeradelt und habe mir gedacht, dass ich halt mal schauen würde, welche Strecke ich denn wirklich fahre. Kann man sich ja unterwegs überlegen. Irgendwie kam die Entscheidung dann eher als gedacht, so nach knapp über 20km gab es die erste Streckenteilung, die beiden langen Strecken auf der einen, die beiden kurzen Strecken auf der anderen Seite. Ok, also mal die beiden langen gewählt. Ich wäre ja sonst viel zu früh zu Hause… Nach so weiteren 30 oder 40km gab es dann die nächste Streckenteilung in die 155er und die 110er Strecke. So schlecht lief es ja gar nicht, also fiel die Entscheidung auf die lange Runde, 155km sollten es also sein.
Und was war es? Mal wieder Beschiss am Kunden! Läppische 147k und gerade mal 1.650 Hm. Anyway, nach den drei Tagen vorher, wenig Schlaf, bei 28 Grad und Gegenwind auf den letzten 25km hatte ich dann auch genug… Und ausserdem war das die längste Strecke, die ich bisher am Stück geradelt bin.
Im Ziel gab es dann erstmal ganz gesund Pommes & Currywurst für kleines Geld, weil ich Kohldampf hatte und Powerbar und –gel am vierten Tag in Folge auch nicht mehr sooo spitze schmecken.
Grösstenteils, besonders auf der ersten Hälfte, eine superschöne Strecke, die ich mal wieder auf meiner Homepage abgelegt habe: Bayrisch-Hessische Grenzfahrt.
Hat die Woche also mehr als 420km auf dem Rad mit knapp 5.500 Hm. Und ausser ein wenig Muskelkater ist alles prima.
Mai 22nd, 2007 at 08:55
Nun mal langsam mit den Jungen Ochsen.
“weil die Bayern sich immer so anstellen mit ihren Genehmigungen für solche Veranstaltungen”
He hallo wir lassen doch net jeden rein und so gar net an Preis.
Viel Spass der Preis`n Grenzfahrt.
viele Grüße ulli und Brigitte
Mai 22nd, 2007 at 19:50
Wieso kriegst Du von meiner Schwester “Ausgang”?
Echt schlechte Erziehung…
Außerdem heißt das “Powershoppen” und das machen nur Frauen!!!!!!!!!!!!!!!!!
Und Deine Frau Power-Shoppt Schuhe!!!!!!!!!!!!!1